Theorie: Segelflug

Theorie: Segelflug

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Segelflugzeuge sind Hochleistungs-maschinen, die excellente Flugleistungen erbringen.

Die Grundbestandteile eines Flugmodells

Alle Flugmodelle weisen die die gleichen Bauelemente wie Rumpf, Tragfläche und Leitwerke mit den zugehörigen Rudern auf. Erst durch die unterschiedlichen Forderungen an die Konstruktionen ergibt sich die Typenvielfalt mit unterschiedlichen Flugleistungen und Flugeigenschaften. Nicht zuletzt die ausgefeilte Fernsteuertechnik trägt zu dieser Vielfalt bei, da sie es ermöglicht, jede Funktion des Originals realistisch im Modell nachzuvollziehen.

Wie funktioniert Segelflug ?

Wie jeder Flugapparat unterliegt auch ein Modellflugzeug den Gesetzen der Aerodynamik. Nur wenn ausreichend Strömung an den Tragflächen anliegt, kann sich das Flugzeug in der Luft halten. Voraussetzung für ein sicheres Fliegen ist daher immer eine durch die Konstruktion vorgegebene Mindestgeschwindigkeit, damit die Auftriebskraft der angeströmten Tragflächen größer ist als das Gewicht des Flugzeugs. Dabei entsteht der Auftrieb als Sog über der in einem bestimmten Profil gewölbten Tragfläche, weil die darüber strömende Luft einen längeren Weg zurücklegen muss als die unter der Tragfläche vorbeiströmende Luft, die durch das Tragflächenprofil und die Stellung der Fläche gestaut wird.
Wird die Mindestgeschwindigkeit unterschritten, reißt die Strömung ab und das Flugzeug stürzt ab. Dagegen wirkt bei einem Motorflugzeug der Vortrieb der motorgetriebenen Luftschraube. Sie zieht (oder drückt) das Flugzeug nach vorn, es hebt ab und fliegt, wobei die Leitwerke die Flugbahn stabilisieren. Bei einem Segelflugzeug wird die nötige Geschwindigkeit durch den Abbau von Höhe erreicht. Das Verhältnis von geflogener Strecke und abgebauter Höhe gibt die Gleitzahl eines Segelflugzeugs an. Beeinflusst wird die Gleitzahl durch das Gewicht des Flugzeugs und die Flächenbelastung, die angibt, welches Gewicht eine bestimmte Fläche der Tragfläche tragen muss.
Um Höhe zu gewinnen, nutzt der Pilot thermische Aufwinde aus. Warme Luft oder Winde an einem Hang steigen auf und wirken dem Sinken des Flugzeugs entgegen. Sind die Steigwinde stark genug, tragen sie das Segelflugzeug schneller nach oben, als es Höhe in Geschwindigkeit umsetzt. So können geübte Segelflugpiloten Strecken von über 1500 Km zurücklegen, indem sie sich von Aufwind zu Aufwind bewegen. Sie kreisen in den sog. Thermikbärten oder fliegen entlang von Hangkanten, bis die gewünschte Höhe erreicht ist.
Voraussetzung ist eine ausreichende Ausgangshöhe, die beim Start über eine Seilwinde oder im Flugzeugschlepp erreicht wird.
Gesteuert wird das Flugzeug über die Ruder an den Flügeln und den Leitwerken. Ein Seitenruderausschlag bewirkt die Drehung des Modells um die Hochachse, das Modell fliegt eine Kurve. Bei einem Querruderausschlag dreht sich das Modell um die Längsachse, es fliegt eine Rolle. Ein Höhenruderausschlag bewirkt eine Drehung um die Querachse, das Flugzeug steigt oder sinkt.

Modellvarianten

Je nach Konstruktion haben Flugzeuge - und dementsprechend auch die Flugmodelle - unterschiedliche Flugeigenschaften.

Bei reinen Thermikseglern wird die Gesamtflächenbelastung so niedrig wie möglich gehalten. Mit einem leichten, relativ langsam fliegenden Thermiksegler lässt sich auch die geringste aufsteigende Warmluft ausnutzen.
Am weitesten verbreitet sind Segler mit Allroundeigenschaften. Diese sind durch geeignete Profile und neuartige Werkstoffe sowohl am Hang als auch in der Ebene beim Thermikfliegen einsetzbar.
Während der Anfänger meist mit einem nur über Höhen- und Seitenruder gesteuerten Modell das Segelfliegen erlernen kann, sind wendige Hangsegler, die auch bei starkem Wind eingesetzt werden können, mit Querrudern ausgerüstet und voll kunstflugtauglich.

Eine "Garantie" für die richtige Ausgangshöhe und vor allem für die Heimkehr bieten Hilfsmotoren (bevorzugt Elektroantriebe). Im Kraftflug erreichen die Modelle meist zügig eine ausreichende Ausgangshöhe, um dann mit ausgeschaltetem Motor und an den Rumpf angelegter Luftschraube je nach Wetterlage ausgedehnte Thermikflüge machen zu können.

Auswahlkriterien für ein Flugmodell

Vor der Anschaffung eines Flugmodells sollten folgende Fragen berücksichtigt werden:

  • Bevorzugen Sie aus Spaß am Bauen einen Holzbausatz mit längerer Bauzeit, oder wollen Sie sich aus Zeitgründen für ein weitgehend vorgefertigtes Modell (ARF = Almost Ready to Fly) entscheiden ?

  • Entspricht das Modell hinsichtlich Flugeigenschaften, Flugleistungen, Geschwindigkeit und Anzahl der zu betätigenden Funktionen auch Ihren Fähigkeiten und Erwartungen ?

  • Wollen Sie das Modell auf jedem Gelände einsetzen können, sollte es handstartfähig sein.

  • Steht ein Modellflugplatz mit entsprechender Aufstiegsgenehmigung zur Verfügung ?


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