Ein großartiger Tag und ein voller Erfolg für unseren Verein ! So kann man unseren Jubiläumsflugtag mit einer Überschrift kurz beschreiben. Aber man muss dabei gewesen sein, um die Begeisterung nachempfinden zu können, mit der alle Teilnehmer bei der Sache waren. Nach Wochen schlechten Wetters mit viel Regen und Unwettern präsentierte sich der Samstag von einer schon fast vergessenen Sommerseite mit Temperaturen bis 30 Grad und viel Sonne und blauem Himmel. So konnten die Piloten ein tolles Programm präsentieren und von ca. 11 Uhr bis 17.00 den zahlreichen Zuschauern immer wieder neue Spannung bieten. Eine absolut scalemäßig gebaute Tiger Moth eines Gastes gewann die Hauptprämie in der Kategorie Scale-Wertung der Piloten, Alfred Pahlke mit seinem roten Bonbon-Bomber freute sich über zwei Freikarten für das Variete et-cetera in Bochum, der Hauptprämie in der Kategorie Best of Show. Der Bonbonabwurf ist auf allen Flugtagen nicht nur bei den Kindern eine immer wieder zugkräftige Showeinlage und wurde entsprechend dankbar honoriert. Aber auch die Fuchsjagd und der Bannerflug waren spannende Höhepunkte im Programm, das schließlich in der Auflösung der Verlosung von 100 Prämien und der Prämierung der 5 besten in den Kategorien Scale und Show einen runden Abschluss fand. Unfreiwilliger Showkönig wurde nachträglich noch Axel Höpner, der mit dem kontrollierten Absturz seiner Piper einen neuen Maßstab für fliegerisches Können setzte: Eine ferngesteuerte Figur mit Fallschirm sollte vom Rücken der Piper abgeworfen werden, jedoch verfing sich die Figur mit Fallschirm im Höhen- und Seitenleitwerk des Flugzeugs und machte eine Steuerung fast unmöglich. (Siehe Fotos, beide kurz auf dem Aufprall am Boden geschossen ...) Nur mit Querruder und einem Rest Seiten- und Höhenruder konnte Axel seine Maschine dennoch zur Landebahn lenken und sie auf das Fahrgestell setzen, dass zwar seine Überforderung mit dieser Belastung mit einem vernehmlichen Bersten zu erkennen gab, jedoch das Flugzeug vor weiterer Beschädigung bewahrte. Herzlichen Glückwunsch, Axel, zu diesem Stunt :-)
Pechvogel des Tages war Olaf Furmaniak. Sein Heli, der für die Verfolgungsjagd mit einem Verbrenner-Auto extra mit einer Sirene ausgestattet worden war, blieb nach einem Kurbelwellenschaden am Boden. Seinen roten Ferrari-Heli mußte er nach einem Ausfall des Heckrotors in der Bremswiese landen. Im Heli war der Antriebsstrang zum Heckrotor gebrochen, so dass sich das Modell nicht mehr um die Hochachse kontrollieren ließ. Für eine Notlandung war er zu schnell und zu tief, so dass eine Landung im Busch gegenüber einer unkontrollierten Bruchlandung irgendwo in der Umgebung die bessere Alternative war. Auch hier muss man dem Piloten ein Kompliment für seine besonnene Reaktion machen.
Dennoch haben die Heliflieger mit ihrem interessanten Programm erheblich zur Attraktivität der Veranstaltung beigetragen, indem sie den Zuschauern anhand eines Demonstrationsmodells und begleitend dazu mit einer gesprochenen Erklärung die Funktionsweise und Leistungsfähigkeit eines Hubschraubers nahe brachten.
Looser des Tages war die Firma TTM Funktionsmodellbau: Obwohl schon Wochen vor dem Flugtag ihr Erscheinen am Platz besprochen und zugesagt worden war, und obwohl Martin Bahr von TTM mit seinem Verbrenner-Auto für eine Showeinlage (Segelflugzeug - Schlepp) eingeplant worden war und dies auch schon geprobt worden war, blieb die Firma und ihre Mitarbeiter dem Flugtag ohne weiteren Kommentar fern und war telefonisch per Handy nicht erreichbar. Ein nicht nachvollziehbares Verhalten und sicherlich auch nicht gerade die Freundschaft fördernd.
Ein besonderer Dank gilt allen Vereinsmitgliedern und freiwilligen Helfern, die mit unermüdlichem Einsatz zum Erfolg der Veranstaltung beitrugen: Oliver Stolz am Grill, Willis Frau mit anderen (die ich nicht alle kenne) beim Verkauf von Getränken und Kuchen, Sebastian Trost an der Kasse, Torsten Feger und seine Mannschaft bei der Parkplatzorganisation, Alfred Pahlke und Kollegen bei der Flugleitung, Axel Höpner und andere am Mikrofon, Sebastian Ketz mit seiner Audio-Aussattung, Andreas Zitz mit der Gestaltung des Elektroflugprogramms und viele andere, die mir bitte nicht böse sein mögen, wenn Ihre Namen hier nicht genannt worden sind. Es soll ihre Leistung nicht schmälern.
Kritik muss man leider am Verhalten einiger Gäste und auch eines Vertreters der Presse üben: Es war auf allen Flugblättern und im Internet angekündigt worden, dass die Parkplätze am Flugplatz selbst nicht ausreichen werden und wir deshalb alle Gäste bitten mussten, ihr Auto im angrenzenden Gewerbegebiet zu parken, um zu Fuß zum Platz zu kommen. Dies haben unsere Parkplatzwächter auch allen verständlich zu machen versucht, wurden für diese nicht zu ändernde Tatsache aber von einigen Zeitgenossen dermaßen flegelhaft angemacht, dass man sich nur wundern konnte, wo diese Leute ihr Benehmen und ihren Verstand gelassen hatten. Diesen Leuten sei eines gesagt: Wir haben als Veranstalter des Flugtages auch eine Verantwortung für den ordnungsgemäßen Ablauf. Dazu gehört das Freihalten der Rettungswege sowie der Schutz des Landschaftsschutzgebietes vor wildem Parken auf den Feldern. Austropfendes Motoröl kann das Vieh vergiften und Umweltschäden verursachen, zugeparkte Wege können den Einsatz von Rettungsfahrzeugen behindern. Deswegen unsere Parkplatzwächter zu beschimpfen, die sich redlich bemüht haben, allen Besuchern zu helfen, ist unterstes Niveau. Und so eine Ansprache haben wir bestimmt nicht verdient.
Alles in allem jedoch war der Tag ein voller Erfolg und insgeheim keimt schon der Gedanke auf: was machen wir nächstes Jahr am 17.07.2005 .... ? :-)
Thomas Bergmann
Posted by Thomas Bergmann
Jul 18, 2004