Unser Vereinsflugtag am 15.08.2009 war ein voller Erfolg. Wir hatten soviele Piloten und Gäste auf dem Platz wie schon seit Jahren nicht mehr. Bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen war an diesem Samstag einfach nur "Hobby, Hobby, Hobby" angesagt. Die Piloten rückten an diesem Tag ganz von selbst noch enger zusammen, um den in drei Reihen unter dem Vordach zu unserer Hütte sitzenden Gästen Platz zu machen. Der Parkplatz war voll mit Autos, mehr hätten dort nicht hingestellt werden können.
Während sich das Fliegen um die Mittagszeit wegen des teilweise bockigen Windes als Konzentrationsübung bei der Landung herausstellte, wurde gegrillt und gefachsimpelt. 30 Brötchen, 8 Schalen Nudel-, Kraut- und Kartoffelsalat, 60 Stück Fleisch und Würstchen, dazu Bier, Fanta und Cola ... Es dauerte nicht allzu lange, dann war das Zeug weg und nur ein paar Reste für die Nachtflieger blieben übrig.
Pech hatten Hannes und Norbert Hill mit Ihrem Turbinen-Heli: Die Lama stürzte vermutlich nach einem Bruch in der Antriebswelle des Heckrotors aus 5 Meter Höhe ab und wurde dabei stark beschädigt. Wenig später begrub Hannes einen zweiten Heli an gleicher Stelle. Der Heli hatte "Patsch" gemacht, bevor der Pilot "Pitch" denken konnte.
Unsere Kölner Gäste waren wieder gut drauf - wie immer, wenn Flugtag ist. Dank Ernst wissen wir nun, wie weit ein Elektromotor durch einen Zaun auf die Bahn geschossen werden kann, wenn die Schaumwaffel in Ameisenkniehöhe volle Lolle in das Drahtgeflecht semmelt: ... bis zur Mittellinie! Danke, Ernst, das hatten wir auch noch nicht, nun wissen wir bescheid. Ernst flog übrigens mit dem 2,4 GHz System eines Herstellers, dessen Name mit "G" anfängt und mit "raupner" endet ... Wir wissen nun auch, dass solche Stunts am Besten funktionieren, wenn die Fernsteuerung keine Steuerimpulse mehr an den Empfänger weitergibt und der Pilot keinen störenden Einfluss mehr auf die Steuerung des Modells hat ...
Nachts zeigte dann Frank Luderer, dass Helifliegen doch ein Genuss auch für Zuschauer sein kann: Sein T-Rex war komplett mit Leuchtschnüren versehen, die in Kombination mit den Nachtflugblättern von Align die Silhouette des Helis in schönen Farben nachzeichneten und so das Fliegen zur Attraktion machten. Einige Solarlaternen aus dem Gartenzubehör auf die Landebahn gesteckt ergeben eine gute Orientierung, wo die Luft zu Ende ist und der Boden anfängt. Frank erntete zu Recht Beifall der verblieben Hardliner, die sich erst um die Geisterstunde vollgetankt in ihre Schlafgelegenheiten zurückzogen. Spontan wurde beschlossen, dass Helis ab sofort nur noch nachts fliegen dürfen - um das Ansehen dieser vielgescholtenen Spezies zu fördern.
Die Bilder unten geben nur einen kleinen Eindruck von der Nachtflugshow wieder. Torsten Feger ließ es sich nicht nehmen, seinen Schaumwaffelflieger noch mit Knicklichtern zu bepflastern und ebenfalls in den Nachthimmel zu scheuchen. Auch das ging gut und gab mit Sicherheit Anregungen für ein neues Nachtflugprojekt.
Daniel Schmidt hat für uns netterweise ein tolles Video angefertigt, dass Ihr Euch unbedingt anschauen müsst. Danke dafür, davon hätten wir gerne mehr :-) Den Link dazu findet Ihr oben unter "Video vom Flugtag".
Allzeit guten Flug!
Thomas Bergmann